| 1891 - Hans Philipp August
Albers wird am 22. September 1891 als Sohn eines
Großschlächtereibesitzers, Wilhelm-Philipp
Albers und dessen Frau Johanna Dorothea Albers,
geb. Rathjen, in Hamburg-St. Georg,
Lange Reihe 71 geboren. Hans war das jüngste von
sechs Kindern und wurde von seinen Schwestern und
der Mutter stets verhätschelt, was das ganze
Leben lang so bleiben sollte. 1908 - Hans sollte auf Wunsch
der Eltern einen normalen, bürgerlichen Beruf
erlernen und um ein Haar wäre Deutschland um
einen miserablen Kaufmann reicher und einen
markanten Schauspieler ärmer geworden. Nach dem
Besuch eines Gymnasiums beginnt Hans eine
kaufmännische Lehre bei einer Farb- und
Chemikalienhandlung, die er jedoch nicht beendet.
1911 - Hans Albers entdeckt
seine Liebe zum Theater. Doch sein erster
Versuch, zur Bühne zu gehen, scheitert. Bei
einer Eignungsprüfung fiel er mit Pauken und
Trompeten durch. Anschließend soll Hans Albers
eine Zeitlang hinter dem Ladentisch einer
Frankfurter Seidenfirma gestanden haben. In
Frankfurt begegnete Hans Albers dem
Theaterdirektor Arthur Hellmer, der seine
Begabung erkannte und förderte. Ohne Wissen
seiner Eltern nimmt er ersten privaten
Schaupielunterricht und erhielt erste
Engagements, zunächst im sächsischen Kurort Bad
Schandau, später am Neuen Theater Frankfurt.
Hier spielte er u. a. am 20. September 1911 in
»Mein erlauchter Ahnherr«, Lustspiel in 3 Akten
von Alfred Schmidtgen, einen Gymnasiasten, am 23.
September 1911 in »Abrechnung«, Komödie in
einem Akt von Gustav Johannes Wied, die Rolle des
Knud, am 25. November 1911 in »Der lebende
Leichnam«, nach dem Bühnenstück von Lev
Tolstoi, den Wonessenskij, am 22. Dezember 1911
im Weihnachtsspiel »Den König drückt der
Schuh« einen Gesellen und am 25. Dezember 1911
in »Ahnengallerie«, Lustspiel von Leo Walter
Stein, den Balduin.
1912 - Am 9. Januar 1912
spielte Hans Albers in »Die Ehre«, Schauspiel
von Hermann Sudermann, den Hugo Stengel. Weitere
Auftritte in Güstrow, Köln und Helgoland.
1913 - Hans Albers zog es ihn
an die Waterkant zurück: In Hamburg gastierte er
im Schiller-Theater, im Altona-Theater und vor
allem im Thalia-Theater. Dort begann er, große
Rollen zu spielen.
1914 - Zu Beginn des Ersten
Weltkrieges wurde er in das Heer eingezogen, er
kommt an die Westfront, erlitt hier eine
Beinverletzung und schied deshalb wieder aus dem
Wehrdienst aus.
1917 - Nach Genesung seiner
Verwundung ging Albers nach Berlin, wo er für
den plötzlich erkrankten Komiker Guido
Thielscher einspringen mußte. Hier begründete
er seinen späteren Ruf als Erzkomödiant und
mitunter halsbrecherischer Allroundkünstler. Auf
der Bühne sprang er vom Kronleuchter in ein
Schwimmbecken und ähnliches mehr - das Publikum
geriet natürlich außer Rand und Band und
schloß den "berlinischen" Komiker
schnell ins Herz. Berlin wurde für Hans Albers
neben Hamburg seine zweite Heimat. In Ferdinand
Bruckners Stück "Verbrecher" gelang
ihm der breite Durchbruch und bis 1931 blieb
Albers im Theater an der Stresemannstraße, im
Berliner Theater und an der Volksbühne. In
Bertolt Brechts "Dreigroschenoper"
feierte er Triumphe als Mäckie Messer. Seine
ureigene Art, eine Mischung aus Berliner
Schnoddrigkeit und Hamburger Kauzigkeit, verhalf
ihm dann zu dem Sprung in die Filmbranche.
1923 - In diesem Jahr traf Hans
Albers mit Hansi Burg zusammen. Die Tochter des
Schauspielers Eugen Burg wurde am 12. Februar
1898 in Wien geboren und blieb von nun die
Lebensgefährtin von Hans Albers.
1929 - Als Nebenverdienst hat
Hans Albers seine ersten Nebenrollen in
Stummfilmen, wobei er überwiegend Lebemänner,
Verführer oder Hochstapler darstellt. Er soll
noch in fast hundert Stummfilmen in Nebenrollen
gearbeitet und gelernt haben, bevor er im Jahre
1929 in Carl Froelichs "Die Nacht gehört
uns" eine Rolle in einem der ersten
deutschen Tonfilme bekam. "Mensch, Carl! Ich
bin ja der größte Schauspieler der Welt! Du,
ich kann ja wirklich was! Die Sache hat ja
hingehauen!" Diese Jubelworte soll Hans
Albers ausgerufen haben, als er seinen ersten
Tonfilm zu Gesicht bekam. Mit diesem Film begann
der blonde Hans seinen Siegeszug auch auf der
Leinwand. Albers war einer der wenigen, die den
Übergang vom Stummfilm zum Tonfilm überstanden,
da er Mimik und Sprache in gleichem Maße
beherrschte. Obwohl Hans Albers in vielen Filmen
gefährliche Szenen drehte, ließ er sich nie
doubeln. Er war sportlich durchtrainiert und
hielt nichts davon, andere die Risiken seiner
Arbeit tragen zu lassen. Eine Haltung, die in
gewissem Sinne typisch für sein Leben war. Neben
seiner Aktivität als Filmschauspieler und
Sänger spielte der robuste Künstler weiterhin
Theater in ganz Deutschland.
1931 - Um Theaterrollen
brauchte sich Hans Albers nicht mehr zu sorgen,
denn er war zweifellos einer der Großen.
Besonders berühmt wurde sein "Liliom"
seit der Premiere der Berliner Fassung des
österreichischen Volksstückes. In diesem Jahr
dreht Hans Albers den Streifen "Bomben auf
Monte Carlo", einer der großen Erfolgsfilme
der UFA. Er hat 1931/32 die zweithöchsten
Besucherzahlen in Deutschland. Der blonde Hans
singt: "Das ist die Liebe der
Matrosen", und sein Partner war erstmals
Heinz Rühmann. Auch der Film "Der
Draufgänger" ist bis heute unvergessen.
1932 - Den ersten wirklich
großen Film feierte Albers mit der
UFA-Produktion "F.P.1 antwortet nicht",
der dazugehörige Filmsong "Das
Fliegerlied" wird ein populärer Schlager.
Weitere bekannte und beliebte Filme waren
"Quick" und "Der Sieger".
1933 - Nach der Machtübernahme
durch die Nationalsozialisten erwirbt er ein
Villa mit einem 27000 qm großen Grundsück in
Garatshausen am Starnberger See, wohin er sich
zusammen mit seiner Lebensgefährtin, der
halbjüdischen Schauspielerin Hansi Burg,
zurückzieht. Abgeschirmt vom Alltag des
"Dritten Reiches" züchtet er hier
verschiedene Rosensorten. Er versucht sich dem
nationalsozialistischen System so weit wie
möglich zu entziehen. Er vermied gemeinsame
Filmpremieren und Feste mit Parteigrößen der
NSDAP, zeigte sich nie an der Seite von
hochrangigen NS-Funktionären und verzichtete auf
die Entgegennahme eines Schauspielpreises aus der
Hand von Joseph Goebbels. Er spielte bis 1945
nicht mehr im Theater, andererseits dreht er
weiterhin Filme, mit denen er die höchsten Gagen
Deutschlands verdient, wie zum Beispiel "Der
Mann, der Sherlock Holmes war" mit Heinz
Rühmann (1937) und auch die expliziten
Propagandafilme "Flüchtlinge" (1933)
und "Carl Peters" (1940/1941). Hans
Albers machte keinen Hehl aus seiner Abneigung
gegen die Machthaber des Dritten Reiches. Axel
Eggebrecht über Hans Albers: "Nur seine
beispiellose Popularität schützte ihn vor
Verhaftung, wie hätte man das Verschwinden des
blonden Ideal-Ariers den Millionen Verehrern
plausiber machen sollen!"
1938 - Doch selbst Hans Albers
konnte auf die Dauer seine Lebensgefährtin vor
den Klauen des Nazi-Regimes nicht schützen. Er
mußte sie in die Schweiz bringen, von wo aus sie
nach London ging. Unmittelbar nach dem Krieg
kehrte sie zu ihm zurück.
1942
- In dem Farbfilm
"Münchhausen", dessen Drehbuch Erich
Kästner wegen Schreibverbots unter einem
Pseudonym verfaßt hat, kann Albers als
Lügenbaron nochmals seine schauspielerischen
Fähigkeiten beweisen. Der Druck durch Joseph
Goebbels nimmt jedoch ständig zu.
1943 - Hans Albers beginnt mit
den Dreharbeiten zu Helmut Käutners Spielfilm "Große
Freiheit Nr. 7", eine Geschichte aus
dem Hamburger Hafen- und Nachtlokalmilieu . Wegen
der verheerenden Bombenangriffe der Engländer
auf die Hamburger Innenstadt mußten die
Dreharbeiten in Hamburg abgebrochen und in Berlin
und Prag fortgesetzt werden. Albers erhielt für
die damaligen Verhältnisse die atemberaubende
Gage von 460000 Reichsmark.
1944 - Am 15.12.1944 wurde der
Film "Große Freiheit Nr. 7" in Prag
uraufgeführt, nachdem Reichspropagadaminister
Joseph Goebbels den Film für das Deutsche Reich
verboten und eine Vorführung nur im Ausland
einschließlich des Protektorats Böhmen und
Mähren zugelassen hatte. Goebbels störte sich
vor allem an dem Prostituiertenmilieu, das nach
seiner Ansicht nach nicht zum Bild der deutschen
Frau paßt. In Deutschland wurde der Film erst
nach dem Kriege uraufgeführt.
1945 - In den letzten
Kriegsmonaten verfällt Hans Albers zunehmend dem
Alkohol. Der in Prag gedrehte Film »Shiva und
die Galgenblume« wird fast pausenlos durch
Bombenangriffe gestört. Nachdem der nazigetreue
Regisseur und Drehbuchautor, Hans Steinhoff, aus
Prag geflohen war, wurden die Dreharbeiten zu
dieser letzten Produktion der NS-Filmindustrie
endgültig abgebrochen. Hans Albers reist
unbeschadet nach Garatshausen, ins amerikanisch
besetzte Bayern und wartet das Kriegsende ab.
Im September
1945 wurde der Film "Große
Freiheit Nr. 7" im Berliner Westsektor
gezeigt, ein halbes Jahr später lief er in den
Ostberliner Kinos an. Hans Albers galt nach dem
Krieg als erster deutscher Star auf der
Kinoleinwand.
1946 - Hansi Burg kehrt aus dem
Londoner Exil wieder zu Hans Albers nach
Garatshausen zurück.
Hans Albers
spielt wieder den Rummelplatzausrufer
"Liliom" in Franz Molnárs
gleichnamiger Komödie im Berliner
Hebbel-Theater. Regie führt wie zu Beginn der
dreissiger Jahre Karl Heinz Martin. Kritiker und
Publikum waren begeistert. Das Verbot des
"Liliom" während der vergangenen
zwölf Jahre werteten das Stück auf.
Insgesamt ließ
Hans Albers nach dem Zweiten Weltkrieg die Sache
langsamer angehen, neue Künstler kamen, ohne
jedoch seinen Ruhm schmälern zu können. Noch
immer war der blonde Hans, dessen Devise
"Hoppla, jetzt komm' ich" zum
Markenzeichen wurde, das Symbol für deftige
kernige Männlichkeit mit umwerfendem Charme.
Selten konnte ein Künstler Qualitäten als
Komiker, Schauspieler und Sänger so grandios in
einer Person vereinen.
1947 - Hans Albers dreht seinen
ersten Nachkriegsfilm "Und über uns der
Himmel". Gegen Hans Albers läuft ein
Entnazifizierungsprozess.
1951 - Die ersten
Nachkriegsfilme waren wenig erfolgreich. Erst der
1951 gedrehte und am 14.01.1952 in Frankfurt
uraufgeführte Film "Nachts auf den
Straßen" mit Hildegard Knef als Partnerin
brachte ihm wieder den gewohnten Erfolg. Der Film
wurde bei den VI. Internationalen Filmfestspielen
in Locarno (23.04.1952 - 10.05.1952) vorgeführt.
1953 - Hans Albers dreht
seinen dritten Film mit Heinz Rühmann. Titel: "Auf
der Reeperbahn nachts um halb eins". Der Film wird am
16.12.1954 in Hamburg uraufgeführt. Während der
Dreharbeiten zu diesem Film wohnte er in Hamburg-Rissen
im Melkerstieg.
1955
- Mit der Neuverfilmung von "Der
letzte Mann" an der Seite von Romy Schneider
konnte Hans Albers seinen Vorkriegsruhm nicht
wieder erreichen.
1956 - Die Verfilmung von
Gerhart Hauptmanns Drama "Vor
Sonnenuntergang" wird für Hans Albers
schauspielerisch ein Erfolg. Der Film wird am
06.06.1956 in Düsseldorf uraufgeführt. Bei den
Internationalen Filmfestspielen in Berlin erhielt
Hans Albers den »Goldenen Bären« für seine
Glanzleistung in diesem Film.
Am 22.09.1956
beging Hans Albers seinen 65. Geburtstag. Selbst
an diesem Tag stand er unermüdlich vor der
Kamera. Dem Jubiliar wurden viele Ehrungen
zuteil. Der Kritiker Friedrich Luft feierte ihn,
indem er ein für allemal dem Begriff
"Volksschauspieler", den man Hans
Albers wohlwollend zusprach, alles Herabsetzende
nahm. Friedrich Luft fand in seinem
Geburtstagsgruß treffende Worte, als er es
unternahm, das Phänomen Albers zu ergründen.
"Er gehört zu denen", schrieb
Friedrich Luft, "deren Rollen man eigentlich
gar nicht sehen will. Man geht hin, ihn
zu sehen, sich an seinem
unbeschnipselten Selbstbewußtsein zu stärken.
Denn Schwierigkeiten mit sich selbst scheint
Albers nicht zu kennen, er ist immer mit Hans
Albers gründlich zufrieden. Er strahlt, er
gefällt sich erst einmal selber, darum gefällt
er auch den Leuten so gut. Kerle wie er sind ein
Gottesgeschenk, weil man selbst so gerne wäre
..."
1957 - Hans Albers spielte er
im Staatstheater am Gärtnerplatz in München den
Zirkusdirektor Karl Knie in dem Musical
»Katharina Knie« von Mischa Spoliansky, das auf
dem gleichnamigen Seilttänzerstück von Carl
Zuckmayer beruht. Regie führte Erich-Fritz
Brückelmeier (Uraufführung am 20. 01. 1957). Am
21.08.1957 wurde der Film "Der tolle
Bomberg" uraufgeführt. Anschließend dreht
er seinen letzten St.-Pauli-Film "Das
Herz von St. Pauli". Der Film wurde am
17.12.1957 in Hamburg uraufgeführt.
1958 - In diesem Jahr wurden
gleich drei Hans-Albers Filme uraufgeführt:
"Der Greifer", "Der
Mann im Strom" und "Dreizehn alte
Esel".
Erstmals
äußert sich Albers öffentlich zu Politik. Er
lehnt die Aufrüstung der Bundeswehr mit
Atomwaffen ab.
1959 -
Im Jahre 1959
produzierte er seine letzte Platte. "Es ist
egal" und trat im Theater am Starnberger See
und im Wiener Raimund-Theater auf. Das letzte
Theaterstück war "Katharina Knie", der
letzte Film "Kein Engel war so rein".
1960 - Im Februar 1960 trat er
in Wien als Zirkusdirektor in dem beliebten
Musical "Katharina Knie" auf. Bei einem
Sturz während der Vorstellung zog er sich
schwere Verletzungen zu, die ihm trotz seiner
körperlichen Robustheit schwer zu schaffen
machten. In den darauffolgenden Wochen tauchte
mehrmals die schlimme Nachricht in der Zeitung
auf: "Hans Albers schwer erkrankt." Im
April atmete man auf, denn die Presse
verkündete: "Hans Albers befindet sich auf
dem Weg der Besserung".
Am 23. Juni
1960 verlieh ihm der damalige Bundespräsident
Heinrich Lübke das Bundesverdienstkreuz 1.
Klasse. Das Original
Bundesverdienstkreuz 1. Klasse, inkl.
Verleihungsurkunde befindet sich im Besitz
des Neffen von Hans Albers (Hans Albers II.)
Anfang Juli
1960 erfuhr man, Hans Albers erhole sich von
einer Magen- und Darmgrippe. Doch es kam anders.
Am 24. Juli 1960 verstarb der deutsche
Publikumsliebling dreier Jahrzehnte plötzlich im
Sanatorium Kempfenhausen bei München. Die Uhren
schienen stillzustehen. Es war Sonntag. Viele,
die die Nachricht im Rundfunk hörten, waren
erschüttert. Einen Tag nach seinem Tod schreibt
eine Hamburger Zeitung: "Es ist, als ob
jemand ein Stück des Hamburger Michels
abgerissen hätte. Es fehlt jetzt und wird
niemals mehr zurückkehren." Es war für
alle unfaßbar, daß der große
"Otto-Otto" seine blauen Augen für
immer geschlossen hatte.
Obwohl Hans
Albers seinen Lebensabend am Starnberger See (Garatshausen
Nr. 15)
verbrachte, wollte er in Hamburg begraben werden.
So geschehen am Freitag, den 29. Juli 1960 auf
dem Ohlsdorfer Friedhof. Zu seinem Begräbnis
waren zehntausend Menschen gekommen, um den
großen Hans Albers zum letzten Mal ihren Respekt
zu zollen und um Helmut Käutner sagen zu hören:
"Du warst ein wahrer König. Dein Zepter war
der Humor und deine Krone war dein goldenes Herz.
Good bye Johnny. Gute Fahrt."
1964 - Im April 1964 wurde der
Wilhelmsplatz im Hamburger Stadtteil St. Pauli in
Hans-Albers-Platz umbenannt.
1971 - Die Lebensgefährtin
von Hans Albers, Hansi Burg-Blydt, die nach dem
Tod des Volksschauspielers alleinige
Eigentümerin des Hans-Albers-Anwesens in
Garatshausen wurde, verkauft das gesamte Areal an
den Freistaat Bayern. Sie darf das Haus aber
weiterhin bewohnen.
1975 - Die Lebensgefährtin
von Hans Albers, Hansi Blydt-Burg, verstirbt am
14. März und wird im alten Tutzinger
Friedhof, Graf-Vieregg-Strasse, beigesetzt.
1978 - Der Freistaat Bayern
überträgt das ehemalige Hans-Albers-Grundstück
dem Landwirtschaftsministerium.
1986 - Der Künstler Jörg Immendorff setzte dem beliebten
Volksschauspieler auf dem Hamburger
Hans-Albers-Platz ein Denkmal. Und wenn wir heute
aus dem "La Paloma", dem
"Chicago" oder dem "Mary
Lou's" zu später Stunde heraustorkeln und
ihn dort stehen sehen, dann weht eine frische
Brise von den Docks und den Pollern herüber und
leise singt der Hafenwind "Auf der
Reeperbahn nachts um halb eins, diedeliedeliet
..."
1989 - Am 06. September 1989
fand die Premiere des Dokumentarfilms »In meinem
Herzen, Schatz« im Hamburger »Streits«-Kino am
Jungfernstieg statt. Es singen und spielen Ulrich
Tukur, Ilse Werner, Bernhard Weber, Anette Kremer
und Hans Albers. Der blonde Hans erzählt aus
seinem Leben. Freunde und Fans erinnern sich; es
erzählen Wilma Schultz, Freundin der Familie
Albers; Geza von Cziffra, Regisseur; Armin Wick,
Schauspieler und Regisseur; Heinz Robrahn,
Chauffeur; Bernhard Waller, Barkassenführer;
Waldemar Nielsen, Filmvorführer; Paul Schraml,
Chauffeur; Eggert Woost, Archivar; Oskar
Schweser, Chef-Portier ; Gabriele Bruck,
Pressebetreuerin und Helmut Käutner, Regisseur.
Regie führte Hans-Christoph Blumenberg.
1991 - Hamburg feierte den
100. Geburtstag des unvergessenen
Volksschauspielers mit Veranstaltungen in St.
Georg und auf St. Pauli. Die Deutsche Bundespost
ehrte den beliebten Schauspieler anläßlich
seines 100. Geburtstages mit einem Sonderpostwertzeichen. Am 22.9.91, pünktlich
zum 100. Geburtstag von Hans Albers, eröffnete
im ehemaligen »Zillertal« das St.Pauli-Museum
mit einem dreitägigen Festprogramm. Mit von der
Partie waren viele St. Paulianer: Ehrenpräsident
Ernst Bader, Tony Sheridan, Pete Best, Evelyn
Künnecke, Achim Reichel, Frank Dostal, Willi
Bartels, Rene Durand, Domenica, DIE HEILSARMEE,
Pico u. v. a. (Heute befindet sich das St.-Pauli-Museum in der Hein-Hoyer-Str.
56, 20359 Hamburg-St. Pauli).
1993 - Hans Georg Andres und
Michaela Krützen haben Fragmente der letzten, im
Jahre 1945 entstandenen und unfertigen
NS-Filmproduktion in ihrem neuen, im Auftrag des
ZDF (Kleines Fernsehspiel) produzierten Film
montiert: »Shiva und die Galgenblume - der
letzte Film des dritten Reiches«. Der
Fernsehfilm ist eine Mischung aus historischem
Spielfilmmaterial, nachgedrehten Szenen,
Interviews sowie eine Dokumentation über die
nationalsozialistische Filmproduktion in Prag am
Ende des Zweiten Weltkrieges.
2003 - Aus Anlass seines
100-jährigen Bestehens gab das Hamburger
Ohnsorg-Theater die Uraufführung des neuen
Theaterstückes »La Paloma ade« des Autors Paul
Barz. Das Stück handelt von den Dreharbeiten zu
dem Film »Große Freiheit Nr. 7« im Juli 1943
in Hamburg und bot ein bewegendes,
differenziertes Bild der Persönlichlichkeit des
großen Volksschauspielers. Als Hauptdarsteller
in dem umjubelten Stück brillierte der Hamburger
Schauspieler Uwe Friedrichsen. Das Stück war
über 6 Wochen ausverkauft.
2004 - Die Medien berichten,
daß der Freistaat Bayern beabsichtigt, die
Hans-Albers-Villa in Garatshausen zu verkaufen.
2008 - Uraufführung des
Schauspiels »Hans Albers -
Flieger grüß mir die Sonne« im
Theater Lübeck (Kammerspiele). Ein Schauspiel
mit Musik über den Mythos Hans Albers von und
mit Dirk Witthuhn.
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